Nahaufnahme eines Teils des Gesichts von Marietta Torda mit braunen, lockigen Haaren, Brille und einem blauen Kleid, vor einem weißen Hintergrund.

Ich betrachte mein Schreiben als eine Art Spurensuche – einen Weg, um diese verborgenen inneren Landschaften eines Menschen zu erkunden. Um zu verstehen, warum er so geworden ist, wie er ist – und um Räume zu schaffen, für das Schmerzliche, das Unaussprechliche, für das wir oftmals keine Worte finden.

Aber bei allem psychologischen Tiefgang sollte die Lektüre meiner Bücher nicht zur seelischen Schwerstarbeit geraten. Im Gegenteil, ich wünsche mir, dass meine Leser:innen beim Nachdenken und Mitfühlen auch schmunzeln – sei es, weil sie sich selbst an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen, sei es, weil ihnen eine Figur besonders ans Herz gewachsen ist oder vielleicht auch nur, weil sich das Leben gerade einmal wieder in all seiner absurden Schönheit zeigt.

Weil mich die menschliche Psyche in all ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit fasziniert, seit ich denken kann und ich dabei eine Frage immer besonders spannend finde:
was verbirgt sich hinter der Fassade eines Menschen?
Von welchen Ängsten wird er beherrscht, welche unerfüllten Sehnsüchte treiben ihn an und welche alten, nie verheilten seelischen Wunden schwelen da womöglich noch in seinem Inneren?

Warum ich schreibe?